Diesen Sommer hatten wir unsere Freunde in Norwegen besucht. Gerade mal eine Woche war es her, dass ein Einzeltäter das Land erschüttert hatte. Somit war die Zeit selbstverständlich auch von der Stille um das Unfassbare geprägt, aber auch gefüllt von der Normalität der Kinder.
Eine Sache, von der ich kurz berichten will, begriff ich erst wieder daheim.
Oskar konnte bei den Kindern unserer Freunde Süßigkeiten aus deren Fundus im Kinderzimmer bekommen. Er brauchte nicht uns fragen, (egal was wir gesagt hätten) er bekam was Süßes von den anderen. Jeden Tag. Zu jeder Zeit.
Ganz ehrlich? Ich war nicht in Gänze positiv überrascht. Aber, hey, es war Urlaub. Ich wollte meine Ruhe haben und Oskar auch. Also ließen wir die Kinder oft gewähren und schalteten uns selten ein.
Zuhause trafen wir gemeinsame Freunde, die ebenfalls in Norwegen zu Besuch waren. Auch Ihnen war es aufgefallen. Jedoch im Gegensatz zu mir hatten sie nachgefragt:
Die Kinder unserer norwegischen Freunde bekamen nur einmal in der Woche (samstags) etwas Süßes. Damit müssen sie eine Woche selbst haushalten. Und zwar gilt dies nicht nur innerhalb der Familie, sondern auch bei Nachbarn, Freunden, im Kindergarten, einfach überall.
Was für ein Konzept.
Einfach. Gut. Funktioniert (nur, wenn sich alle dran halten. In unser Nachbarschaft wohl nicht ;) Schade).
