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Peking baut ohne Architekten

Peking baut für Olympia. Gebäude, Infrastruktur, alles für das große Event.

Wie im Baunetz zu lesen ist, wurde nun ein Entwurf des deutschen Architekturbüros Netzwerkarchitekten aus Darmstadt in Peking umgesetzt, ohne dass die Gewinner des Wettbewerbes beteiligt wurden: eine oberirdische Haltestelle der U-Bahn, die Olympia mit Pekings Norden verbindet. Eine amorphe Form schlingt sich um die Gleise; im Wettbewerb mit Perspektiven anscheinend gut genug dargestellt, so dass Büros in China kein Problem darin sahen, diese auch so umzusetzen.

Aber nicht nur das. Ihnen wurde noch nicht einmal das Preisgeld aus dem Wettbewerb gezahlt. Als ihr Beitrag in Veröffentlichungen und im Internet immer wieder genannt wurde, versuchten sie selbstverständlich Kontakt aufzunehmen – allerdings ohne Erfolg.
Inzwischen haben sie in Google Earth die Station im Bau gesehen. Diese wurde bereits 2007 fertiggestellt.

Die Architekturszene diskutiert, ob man für Despoten bauen darf. Nun baut China ohne (deutsche/ausländische) Architekten; und das lange bevor hier die Diskussion losgetreten wurde.

Was lehrt uns das?

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