Ein Kessel Buntes Rotating Header Image

YFU-Engagement

YFU-Logo

Mein Austauschjahr ist nun schon über 20 Jahre her. Damals war ich mit YFU für ein Jahr in den USA, in Kansas, in meiner Gastfamilie, die zu meiner neuen zweiten Familie wurde. Meine amerikanischen Eltern waren zweimal bei uns zu Besuch, mein Gastbruder David ebenfalls – später auch mit seiner Frau. Joline, meine Betreuerin, kam mit ihrem Mann auch schon zweimal. Meine Eltern wiederum haben sie alle in den Staten besucht, usw. Nach meinem Jahr ging der Austausch also weiter.
Erst letzten Sommer waren wir wieder drüben. …
Zurückblickend ist schwer zu sagen, wie ich mich weiterentwickelt hätte, wäre da nicht dieses Austauschjahr gewesen. Sicher ist jedenfalls, dass ich heute ein anderer wäre.
Ich bin froh, dass es so gekommen ist.

Nach meinem Austauschjahr war ich für kurze Zeit in YFU aktiv. Meine Familie hatte insgesamt fünf Austauschschüler. Meine Brüder waren ebenfalls (einer vor mir – wegen ihm bin ich eh darauf gekommen, danke, Dirk – einer nach mir) in den USA (damals in den 80ern waren die USA das Land, in das die meisten Austauschschüler gingen; es war auch eines der wenigen Länder, die YFU „im Programm“ hatte).
Dann habe ich mich anderen Dingen zugewendet. Habe meinen deutschen Schulabschluss gemacht (den amerikanischen hatte ich da ja schon zwei Jahre in der Tasche), Jugendarbeit (Hallo, ihr TenSinger da draussen), Zivildienst, Praktika, Studium, … ja, langweilig war das nicht.

Nur als ich vor 18 Monaten wieder von YFU eingeladen wurde, um zurückzublicken und Ehemalige zu treffen, wurde mir bewusst, wie viel dieses Jahr im Ausland mir bedeutet hat und noch immer bedeutet, weil es mich geprägt hat. Nicht die USA – na gut, bestimmt auch ein bisschen – sondern der kulturelle Austausch mit Menschen eines anderen Landes, der Blick in eine andere Kultur und von dort ein Blick auf unsere eigene Gesellschaft.

Und der Entschluss stand fest, dass ich mich wieder einbringen will.

Nur wie? Langweilig ist mir auch heute immer noch nicht geworden. Ganz im Gegenteil.
Jetzt stellt sich die Frage: Wie viel Zeit kann ich YFU und ihrer Arbeit geben, die dann ja auch meine Arbeit sein soll?

Es gibt viele Betätigungsfelder. Die meisten werden von jungen Ehemaligen gefüllt. Das habe ich auch beim hiesigen YFU-Stammtisch gemerkt. Vielen Dank, ich habe mich lange nicht mehr so alt gefühlt ;) … macht aber nichts; ich weiß, wo ich im Leben stehe.
Vieles ist sehr zeitaufwändig, manches kann es werden (und das hängt nicht allein von einem selber ab).

Es liegt gewiss auch an Joline Rinard, die mich in den USA betreut hat, dass ich mich gerne als Betreuer in YFU einbringen will. Sie hat mir eine hohe Messlatte vorgelegt, indem sie und die anderen Betreuer viel für uns getan haben und fast wie eine zweite Gastfamilie wurden.

Bevor es aber richtig losgeht, werde ich kommendes Wochenende ein Betreuerseminar besuchen, das uns die Grundlagen vermitteln soll und die Interessierten auf das was kommen kann so gut wie möglich vorbereitet.
Einen großen Nachteil hat das Seminar allerdings: ich werde das ganze Wochenende nicht zuhause bei Anja und Oskar sein können. Das wird nicht leicht.

-->

Raum für einen Kommentar