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Schulbausteine in Burkina Faso

Diébédo Francis Kéré habe ich nicht selbst kennengelernt. Er weiß auch nicht, dass ich diesen Eintrag über ihn schreibe – denke aber, dass er nichts dagegen hat. Als ich einen Artikel über ihn und sein Projekt im Deutschen Architektenblatt las, kam mir schnell der Gedanke, auch sein Projekt in die Gute-Seite aufzunehmen (wird bald nachgeholt).

Kéré kommt aus dem westafrikanischen Land Burkina Faso. Ich hatte von dem Land gehört, wusste aber nicht viel darüber – so gut wie nichts, um ehrlich zu sein.
In seinem Heimatland ist es nicht selbstverständlich eine Schule zu besuchen. Er hatte das große Glück, schaffte es auf eine Oberschule und bekam dann ein Stipendium, um im Ausland zu studieren. Er entschied sich für ein Architekturstudium, obwohl er eigentlich Lehrer in seiner Heimat werden sollte.

Für ihn stellte sich nun die Frage, wie er seiner Gemeinschaft etwas von seinem Glück zurückgeben kann. Im fünften Semester hatte er die Idee, eine Schule für sein Dorf zu planen. Durch eine ungewöhnliche Spendenaktion ("Trinkt weniger Kaffee und spendet lieber das eingesparte Geld für einen Stein der neuen Schule"), die in der Uni begann und dann auf umliegende Geschäfte ausgeweitet wurde, kam genug Geld zusammen, um anzufangen.

Dass er mit traditionellen Baustoffen arbeiten wollte, stieß in der Heimat zuerst auf Unverständnis, denn man wollte mit der Zeit gehen. Allerdings war schnell klar, dass nur so das Projekt zu stemmen war. Warum auch teuer von weit her Baustoffe holen, wenn es vor Ort günstige Baustoffe gibt, die – intelligent angewendet – den modernen Materialieren ebenbürtig sind. Ausserdem konnten Dorfbewohner in neue Techniken eingearbeitet werden, die sie im Anschluss zu gefragten Handwerkern werden ließen.

Das (erste) Schulgebäude steht, doch das Projekt ist nicht zuende.
Wer mehr über Diébédo Francis Kéré und seine Arbeit erfahren möchte, kann dies auf den Seiten des Projektes tun. Es ist ein eingetragener Verein. Wie und wofür gespendet werden kann, erfährt man hier. Wenn man sich die Seite mit den weiteren Projekten anschaut, wird einem schwindelig und bewundert den Tatendrang.

Absolut empfehlenswert.

(gefunden im Deutschen Architektenblatt, Ausgabe NRW 03/08)

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